1 Cent für Madeleine

Posted: 20th Juli 2009 by Ralfcologne in Tortenarsch
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Liebe Tortenarsch-Leser!

Satire ist ja gut und schön, aber nicht die Antwort auf alle Fragen des Lebens. Darum muss ich mich heute in einer ernsten Angelegenheit an die versammelte Gemeinde wenden.

Madeleine Schickedanz braucht unsere Hilfe, denn sie ist akut von Armut bedroht! „Wir leben von 600 Euro im Monat.“, sagte das einstige Schlachtschiff des deutschen Großkapitals in einem Interview mit Bild am Sonntag (erschienen am 19. Juli 2009) und fügte dann noch hinzu, sie bekäme mit ihren 65 Jahren noch nicht einmal Rente.

Da kann ich mit tränenerstickter Stimme nur leise „Skandal“ schluchzen, bevor mir endgülig die Stimme versagt…

Was ist nur mit dieser Welt los, wenn Vorzeigekapitalisten mit ehedem 3 Millarden (9 Nullen) privatem Vermögen und einem 26,61 % Aktienanteil an Arcandor über Nacht verarmen und von 6oo Euro (nur noch 2 Nullen) leben müssen?

Ist es gerecht, dass sich die Quelle-Erbin von Gemüse aus dem eigenen Garten und einer Pizza beim Italiener nebenan ernähren muss, während die Quelle-Belegschaft rauschende Feste feiert und vielleicht sogar die 50 Millionen Staatsknete versäuft, die doch für den Druck des neuen Quelle-Katalogs vorgesehen waren?

Nein, das ist nicht gerecht! Und die Villen in Fürth und St. Moritz sind schließlich auch nur Notunterkünfte.

Darum rufe ich hiermit das gesamte Internet-Volk zu Spenden für die arme Frau Schickedanz auf. Fasst euch ein Herz und lasst eine notleidene Unternehmerin an eurem Reichtum teilhaben!

Ich selbst bin mit gutem Beispiel vorangegangen und habe eine Spende von 1 Cent überwiesen. Die Bankverbindung lautet:

Quelle Fürth
Bayern LB München
BLZ: 700 500 00
Kto.-Nr.: 50 31 500
Stichwort: 1 Cent für Madeleine Sch. – bitte weiterleiten!

Dass ich in einer so schweren Stunde keinen Tortenarsch verleihen kann, werdet Ihr bestimmt verstehen. Wem ist schon nach feiern zu Mute angesichts einer solchen Katastrophe? Mir nicht…

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  1. Der Bundeskasper sagt:

    Ich konnte mich nicht lange zurückhalten, ihr den Glückscent zu überweisen. Ich habe schon überlegt, ob ich ihr vielleicht auch ein Stück Brot, oder wenigstens ein Paar Speisereste von der TAFEL zukommen lassen soll. ich meine, man tut ja, was man kann…!

  2. Ich habe nur schnell die Meldung über die Sorge um die mögliche Pleite dieser Frau gelesen. Peinlich, absolut peinlich, und beschämend.

    Als Mio Erbin, wofür sie ja nichts kann, zwar das Abitur gemacht, aber anscheinend absolut unfähig im Leben zu bestehen. Unfähig, neben dem Mio Vermögen ein paar Euro beiseite zu legen, um, wenn alles pleite ginge, weiter existieren zu können.

    Wen das denn wirklich so ist, was ich persönlich nicht glaube. Sie selber, Ihre Männer, Vertrauten, Manager, und wie man die alle nennen darf, allesamt unfähig, eine Firma zu führen. Sie ist ja nicht die Einzige, welche das nicht beherrscht.

    Sich bei den Angestellten entschuldigen, aber der schlechten Geschäftsführung, ab dem Elend und Leid was Sie und Co über die Angestellten gebracht haben. Sollte Sie wirklich pleite sein, ganz ruhig und schön still bis zum Ende Ihrer Tage diese kleine Strafe tragen, ohne zu jammern.

  3. PWO sagt:

    Der Frau kann geholfen werden. Beinahe hätte ich schon den Spendencent für Madeleine Schickedanz angewiesen, da kommt mir der kleine Brötchenbäcker aus Zuffenhausen zuvor: Wendelin Wiedeking spendet die Hälfte seiner 50 Millionen Abfindung einer Stiftung, um „eine sozial gerechte Entwicklung an allen Porsche-Standorten zu unterstützen“.
    Jetzt braucht Madeleine in St. Moritz, einem Ihrer 4 Wohnsitze, nur noch die Telefonnummer 837 36 36 anzurufen und das Porsche Service Zentrum St. Moritz in der Via Somplaz ist sicherlich gerne bereit, die von Madeleine S. bei ALDI Suisse in Samedan (mehr als 6 km entfernt!) gefüllten Einkaufstüten mal eben zu ihrem Chalet, pardon: zu ihrer Armenwohnung, am Suvretta-Hang in St. Moritz zu transportieren.
    Wie sagte schon die selige Nina Ruge: „Alles wird gut“!